![]() | Heuschnupfen - Pollenallergie |

In Deutschland leiden mindestens zwölf Millionen Menschen unter einer Pollenallergie. Tendenz - stark ansteigend.
Ursachen der Pollenallergie
Der Grund für die rasante Zunahme der allergischen Personen wird zwar von Experten immer noch erforscht, drei Faktoren, die dazu beitragen, scheinen inzwischen aber festzustehen:
1. Vererbung
Bei der Entstehung einer Pollenallergie spielt die Vererbung eine entscheidende Rolle. Vererbt wird die genetische Veranlagung für eine erhöhte IgE-Produktion bei Kontakt mit einem Allergen. Vor allem wenn beide Eltern unter Pollenallergie leiden, ist das Risiko zu erkranken besonders groß, es liegt dann bei 60 Prozent.
2. Klimawandel
Treibhauseffekt und Erderwärmung haben weltweit die Menge der Pollen in der Luft erhöht. Die Blühsaison beginnt früher und verläuft intensiver. In den vergangenen 30 Jahren hat sie sich in Europa um 10 bis 14 Tage verlängert. Auf Grund der klimatischen Veränderungen wurde auch gleichzeitig eine Verschiebung der Allergien zugunsten von Baumpollen beobachtet.
3. Schadstoffbelastung
Eine besondere Gefährdung geht vor allem von Dieselruß aus. Menschen in verkehrsbelasteten Regionen reagieren vermehrt allergisch gegenüber Pollen und weisen verstärkte Symptome von Heuschnupfen auf. Der Grund dafür: Dieselruß greift die Pollenoberfläche an, es werden mehr Allergene freigesetzt. Die Allergieneigung - auch bei Menschen, die bisher nicht unter der Krankheit gelitten haben - wird erhöht. Untersuchungen ergaben, dass je höher die Ozonkonzentration ansteigt, um so mehr nimmt die Anzahl an Sensibilisierungen im darauf folgenden Jahr zu.
(siehe auch: Ratgeber Allergie und Umwelt/Klima)

Was können Sie tun?
- Ziehen Sie Ihre Kleidung nicht im Schlafzimmer aus. In Kleidung kann sich im Laufe des Tages so einiges an Pollen ansammeln.
- Waschen Sie sich jeden Abend mit einem milden Shampoo (ALLERGIKA Mildshampoo) die Haare. Die feinen Pollen bleiben gerne in den Haaren hängen. Durch das Haarewaschen vermeiden Sie den Kontakt mit diesen Pollen, die sich durch die Bewegungen im Schlaf überall im Bett verteilen können. Wenn Sie Ihr Bett mit einem Partner teilen, sollte der auch am allabendlichen Haarewaschen beteiligt werden.
- Wenn Sie wissen, auf welche Pollen Sie allergisch reagieren, orientieren Sie sich am besten an den täglichen Pollenvorhersagen .
- Menschen mit starken allergischen Reaktionen sollten bei hoher Konzentration von Pollen den Aufenthalt im Freien wenn möglich meiden. Auch körperliche Anstrengungen, die zu einer vermehrten Atmung führen, wie Radfahren oder Joggen, sind zu vermeiden.
- Vermeiden Sie den Aufenthalt in stark mit Luftschadstoffen belasteten Gegenden.
- Beim Autofahren die Fenster geschlossen halten und die Lüftung ausschalten.
- Bei Juckreiz an den Augen hilft eine kühlende, hypoallergene, rückfettende Creme (ALLERGIKA Augenlid creme)
So können Sie die häusliche Pollenbelastung senken
In Ihren Wohnräumen befindet sich ca. ein Drittel der außerhäuslichen Pollenmenge. Folgende Tipps helfen Ihnen, die Belastung deutlich zu senken.
- Tägliches Staubsaugen. Der Staubsauger sollte nach Möglichkeit einen Mikrofilter besitzen. Pollenallergiker überlassen das tägliche Staubsaugen besser einem nichtallergischen Mitbewohner.
- Häufiges Staubwischen und Wischen des Bodens. Nass wischenentfernt sie Pollen besser.
- Luftfilter, insbesondere im Schlafzimmer, verhelfen zu einer ungestörteren Nachtruhe. Achten Sie auch hier auf hochwertige Qualität der Geräte.
- Aufhängen eines feuchten Bettlakens vor die Fenster im Schlafzimmer. Diese Maßnaheme fängt eine Menge Pollen ab. Das Tuch sollte morgens von einem Nicht-Allergiker entfernt werden.
- Kurze Lüftungszeiten. Lüften Sie vorwiegend Nachts, weil dann die Luftbewegungen in der Regel geringer sind. In Städten sollten Sie, wegen der länger warm bleibenden Luft, erst nach Mitternacht lüften. Morgens ist die Pollendichte sehr hoch. Deshalb sollten die Fenster zu dieser Zeit geschlossen bleiben.
Pollenflugkalender

Blütezeiten verteilen sich fast über das ganze Jahr.
Der Pollenflugkalender zeigt an, wann mit welchen Allergenen zu rechnen ist. Die Angabe richten sich nach der ungefähren Blütezeit der jeweiligen Pflanze. Grob kann man sich in etwa so orientieren:
Bäume: April - Juni
Gräser: Mai - August
Kräuter: Juli - September
Was sind eigentlich Pollen?

Die meisten Blütenpflanzen haben große und schwere Pollen. Deshalb sind sie auch selten Ursache für eine Allergie. Die Pollen von Bäumen, Gräsern und Kräutern sind sehr viel feiner. Manche sind so winzig, dass sie mit dem bloßen Auge nicht mehr sichtbar sind. Sie sind ideale Allergene, weil sie tief in die Atemwege eindringen. Außerdem werden sie meistens nicht durch Insekten, sondern durch den Wind weit verteilt. Manche Pollen fliegen bis zu 400 Kilometer durch die Luft. So werden sehr große Flächen von Pollen abgedeckt.

