Allergisches Kontaktekzem

Kontaktekzeme entstehen akut dort am Körper, wo die Haut mit dem Allergen  in Berührung gekommen ist, z.B. der Jeansknopf mit der Haut am Bauch.

Es entsteht 24 bis 48 Stunden nach dem Kontakt mit dem Allergen und äußert sich in dem Einwirkungsbereich des Allergens in Rötungen, Ödemen  und Bläschen, die platzen und nässen können. Anschließend können diese Herde verkrusten oder Schuppen  bilden.

Auslöser für diese Allergie gibt es viele, unter anderem kommen Haarpflegemittel, Kosmetika, Salben, Cremes, Sprays, Schmuck, Brillengestelle, Hörgeräte, Uhren sowie viele Kleidungsstücke in Frage.

Nach einer ersten Annamnese, in der mögliche Auslöser benannt worden sind, kann ein Epikutantest durchgeführt werden. Bei diesem Test werden die verdächtigen Substanzen auf einem Pflaster aufgebracht (meistens auf dem Rücken). Dort bleibt das Pflaster dann für 1 bis 3 Tage bis die Reaktion der Haut "abgelesen werden kann.

Wenn bei einem Allergietest festgestellt wird, daß der Auslöser ein "Berufsstoff" ist, muß der Arzt die zuständige Berufsgenossenschaft benachrichtigen. Die Benachrichtigung muß auch erfolgen, wenn lediglich ein Verdacht besteht. Im weiteren Verlauf muß dann geklärt werden, ob der Betroffene den Beruf weiter ausüben kann.

Berufsdermatosen müssen nicht sein. Ein konsequenter Hautschutz verhindert meist eine Hauterkrankung auch bei Menschen, die eine erbliche Veranlagung für eine allergische Erkrankung haben. Deshalb ist ein konsequenter Hautschutz unbedingt und immer notwendig.

Zu den wichtigsten Hautschutzmaßnahmen gehören:

  • Handschuhe
  • Handreinigung
  • Hautschutz
  • Hautpflege

Bei Tätigkeiten im Freien ersetzt der Sonnenschutz die Handschutzcreme

 

Welche Körperteile sind am häufigsten betroffen?

Kontaktallergien können am ganzen Körper auftreten. Statistisch treten die Symptome in folgender Häufigkeit auf:

  • 30% an den Händen
  • 15% im Gesicht
  • 10% am Körper
Da die Hände naturgemäß den schädlichen Einflüssen in besonders starkem Maß ausgesetzt werden, ist es nicht verwunderlich, dass sich auch hier die meisten Allergien manifestieren.
Ein konsequenter Hand- bzw. Hautschutz  ist der einzige Weg um die empfindlichen Hände zu schützen und einer Berufsdermatose vorzubeugen.

 

Welche Berufsgruppen sind besonders gefährdet?

Berufsbedingte Hauterkrankungen sind in vielen Berufen die häufigste gemeldete Berufserkrankung. Besonders häufig betroffen sind:

  • Frisörhandwerk
  • Metall- und Chemiegewerbe
  • Pflegeberufe
  • Reinigungsgewerbe
Bei diesen Berufen sind die Hände in hohem Maße allen Risikofaktoren für eine Hauterkrankung ausgesetzt. Dazu gehören vor allem Hitze und Kälte, Feuchtigkeit, Reinigungsmittel, Säuren und Laugen.

Berufsdermatosen vorbeugen

 

 

Häufige Kontaktallergene

Allergene  % allergisch reagierender
Personen (n= 67.322)
 Mögliche Ursache
Nickel (II)-Sulfat  16,7  Schmuck
Duftstoff-Mix
 11,0  Kosmetik, Parfüm
Perubalsam
 8,7  Tabak, Kosmetik
Kobaltchlorid
 5,8  
p-Phenylendiamin
 4,2  
Wollwachsalkohole   4,0  Kosmetik
Kaliumdichromat
 3,9  
Kolophonium   3,9  
Terpentinöl   2,4  Ätherische Öle, Naturkosmetik
Neomycin 2,3  
Thiuram-Mix
 2,5  
Formaldehyd
 1,8  
Paraben-Mix
 1,3  

Duftstoffallergie

Zur Zeit sind gibt es ca. 3000 bekannte Duftstoffe. Ein Duftstoff enthält bis zu 300 Einzelkomponenten, von denen ca. 30% allergologisch problematisch sind. Es gibt daher keine Duftstoffe, die hypoallergen sind!

Die Pina e.V. empfiehlt daher zur Kinderhautpflege Produkte ohne Duft-, Farb-, und Konservierungsstoffe.
Auch ein Allergiker muss auf häufige Allergene wie Duft-, Farb. und Konservierungsmittel achten!

 
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